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Öl für den Roller

„Wiegen, Rühren, Temperieren“ – wer denkt bei diesen Worten schon an Öl und Fett? 24 Sportler aus der „Anpfiff“-Förderung schnupperten am Donnerstag, 3. November 2011, bei einer Betriebsführung in die Arbeitsabläufe der Fuchs Europe Schmierstoffe GmbH hinein. In dem Mannheimer Werk bekamen die Jugendlichen außerdem Informationen zu Ausbildung und Studium bei der Fuchs Petrolub AG.

Sandra Keller, Fuchs-Mitarbeiterin in der Personalabteilung, begrüßte die „Anpfiff“-Sportler und hatte auch gleich Verstärkung dabei: junge Berufstätige, Auszubildende und BA-Studierende. Nach einer Präsentation über das Unternehmen Fuchs Petrolub stellten die jungen Mitarbeiter ihre jeweiligen Ausbildungsberufe und Studiengänge vor. Bewerben kann man sich bei Fuchs Petrolub für eine Ausbildung als Büro- und Industriekaufmann/-frau sowie als Chemikant und Chemielaborant. Die Berufseinsteiger erklärten den Sportlern, unter denen nicht nur Fußballer, sondern auch eine Mannschaft der MERC-Jungadler war, wie der Blockunterricht in der Berufsschule abläuft, welche Lernfelder es gibt und wie lange die Ausbildung dauert. Die BA-Studenten in den Bereichen Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen erläuterten, wie Praxis- und Studienphasen aussehen.

Für die Führung über das Werksgelände wurden die Besucher mit blauen Helmen ausgestattet. Vorbei ging es an 1000-Liter-Fässern zum Qualitätssicherungs-Labor, in dem allerlei Messgeräte und Versuchsaufbauten wie im Chemie-Unterricht zu sehen waren. Rühren, Wiegen, Temperieren sind dabei das A und O, um eine gute Grundlage für ein Öl zu bekommen. Für die Auszubildenden gibt es ein eigenes Labor, in dem sie werkeln können – natürlich werden sie auch in die alltäglichen Arbeitsabläufe einbezogen. Zurück auf dem Werkshof erklärte Fuchs-Mitarbeiter Thorsten Fandel: „Hier riecht’s nach den Rohstoffen“, denn in der Luft liegt ständig ein seltsamer Duft. Genauer gesagt sind das Armine, also stickstoffhaltige Verbindungen und Gluckolgerüche. Damit muss man als Azubi und Mitarbeiter also leben, wenn man in dem Mannheimer Fuchs-Werk arbeitet. Besonders beeindruckt waren die „Anpfiff“-Sportler vom automatisierten Hochregallager, das in der Höhe 40 Meter misst.

„Ich kannte Fuchs bisher nur vom Namen und fand die Führung sehr interessant“, erzählte der 17-jährige Niklas, der bei den Jungadlern Eishockey spielt. Die 15-jährige Joanna, Fußballerin bei den Hoffenheimer Mädels, ist auf der Suche nach einem BOGY-Praktikumsplatz und wollte sich „Fuchs Petrolub mal anschauen.“ Helmut de Raaf, Trainer der U19 bei den MERC-Jungadlern, nahm gleich seine ganze Mannschaft mit. „Den Jugendlichen fehlt heute die Beziehung zu Berufen. Die Jungs sollen sich hier im Werk mal die Berufspraxis anschauen und einen kleinen Einblick bekommen, was ein Beruf eigentlich bedeutet“, sagte de Raaf. Genau das unterstützt „Anpfiff ins Leben“ mit Betriebsbesichtigungen und anderen Projekten, um die Jugendlichen in der Berufsfindungsphase zu begleiten.

Die Betriebsbesichtigung endete im Werksverkauf, der übrigens komplett von Fuchs-Auszubildenden betreut wird. Dort erstanden zwei „Anpfiff“-Sportler Öl für ihre Roller.

Mehr Fotos von der Betriebsbesichtigung gibt es in unserer Fotogalerie im Bereich "Beruf".
 

erstellt am 04.11.2011

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